Erfahrungen

Beschäftigung für lange Reisen – wie unterhalte ich mein Kind gekonnt?

Gewusst wie: Hier haben wir einige Ideen gesammelt, wie ihr euer Kind während einer langen Reise gut unterhalten und beschäftigen könnt. Egal ob Auto, Flugzeug oder Zug – der Urlaub soll ja möglichst entspannt starten…


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Wir kennzeichnen diesen Blogbeitrag als Werbung, da wir viele Markenprodukte nennen. Auch auf Fotos sind einige dieser Dinge zu sehen. Wir haben jedoch alles selbst erworben, wurden für nichts hier bezahlt oder gesponsert.

Wir möchten jedoch auf Nummer Sicher gehen und kein Risiko eingehen – Viel Spaß beim Lesen 🙂


Ihr alle kennt es… Ein Urlaub, eine lange Autofahrt, ein Flug stehen vor der Tür. Man freut sich auf die gemeinsame Familienzeit, hat Pläne um den Koffer zu packen, kontrolliert Abflugzeiten, schaut sich nochmal das Hotel oder Ferienhaus an und fiebert der Zeit entgegen.

Aber der Urlaub soll ja nicht erst bei der Ankunft beginnen. Schon der Beginn der Reise soll möglichst stressfrei ablaufen – und das, seien wir mal ehrlich, ist mit Kindern doch etwas schwerer…

Wir haben euch hier ein paar Ideen zusammengetragen, wie ihr euer Kleinkind / Kind schon auf der Reise zum eigentlichen Ziel bei Laune halten könnt, um euch und euren Mitreisenden eine möglichst entspannte Zeit zu gestalten.

 

Ob während der Autofahrt zu Oma und Opa vom Lausebengel, ob während des Fluges des Rabenkinds oder bei früheren Urlauben – bei uns haben diese Taktiken angeschlagen und wir hatten zufriedene Kinder und waren selbst auch viel entspannter. Alles, was ihr benötigt, erläutern wir euch in den kommenden Abschnitten – etwas DIY ist gefragt, vielleicht ein wenig Kreativität und natürlich – aber das setzen wir jetzt einfach mal ganz frech voraus 😀 – dass ihr die Vorlieben und den Entwicklungsstand eurer Lieblinge kennt 🙂


1. Überraschungs-Tüten

Naa? Wer hat sie als Kind auch so geliebt? Diese ganz individuellen DIY – Überraschungstüten können perfekt auf euer Kind zugeschnitten werden und sind allein dadurch, dass sie optisch schön gestaltet und geheimnisvoll verpackt sind, schon interessant und erkundenswert. Wie der Name schon sagt, es steigert den Überraschungseffekt und lässt jedes Kinderherz höher schlagen. Zusätzlich zum eigentlichen Spielwert erzeugt ihr so Spannung und eure Kids können raten, tasten und auspacken. Natürlich müssen es keine Überraschungstüten sein. Einzeln verpackte Gegenstände in einem großen Beutel erfüllen ebenso diesen Zweck. Immer wenn ihr also merkt, euer kleiner Liebling braucht Ablenkung / Beschäftigung oder eben Spiel und Spaß – könnt ihr ihm eines der Päckchen / Tüten reichen.

 

Anstatt neue Dinge zu kaufen, könnt ihr natürlich auch schon bekanntes Spielzeug durch andere Kombination interessant machen. Wir haben außer den Stiften und dem Malbuch nichts davon extra für die Tüten gekauft. All das sind Dinge, welche wir mit der Zeit immer mal wieder auf Kindertrödelmärkten erstanden, aber erstmal zur Seite gepackt haben. So haben die Kinder immer mal wieder etwas Neues zu entdecken und es kommt keine Langeweile auf.

Anna hat für den Flug mehrere solcher Überraschungstüten vorbereitet und sich diese für Hin- und Rückflug eingeteilt. Dazu braucht man lediglich große Papierumschläge und etwas Washitape. Natürlich müsst ihr den Inhalt stets an die Interessen eures Kindes anpassen, hier seht ihr aber einige Ideen was möglich ist:

  • Malpaket „Draw ’n Play“ – gefüllt mit einem passendem Malbuch, neuen Stiften in einem schönen Mäppchen und etwas weißem Druckerpapier
  • Medikit „Dr. Levi“ – ein kleiner Arztkoffer, ein Puzzlebuch passend zum Thema und ein Krankenwagen
  • Umschlag „Was ziehen wir an?“ – ein Buch mit Klappen und ein Anzieh – Fädel -Spiel
  • Überraschung „Zeit für einen Ausflug“ – ein Spielzeugauto ‚Taxi‘, sowie ein Buch zum Thema Ausflug
  • Kit „Der Flughafen“ – ein Buch mit Klappen, sowie ein Pixiebuch
  • Paket „Schätze“ – ein Pixiebuch, sowie ein Geschicklichkeitsspielzeug (Gewinde mit Muttern zum ’schrauben üben‘)

Das Rabenkind hat sich super lange mit diesen Dingen beschäftigen können und hatte sichtlich Spaß am Erkunden. In manchen Tüten hatte ich noch ein kleines Traubenzuckerbonbon versteckt.        

 


2. Medieneinsatz

Ob TabletPc, Handy, Tonie- oder Tigerbox, Disk- oder Walkman, ob Handspielkonsole oder was es sonst noch so gibt, der Einsatz von Medien ist natürlich absolut abhängig vom Alter eurer Kinder und eurer persönlichen Einstellung dazu…

Wir versuchen unsere Kinder so wenig TV wie möglich schauen zu lassen. Höchstens 20 Minuten am Stück, pro Tag. Musik und Hörspiele dürfen unsere Jungs jedoch nach Lust und Laune hören. Der Lausebengel ist ein Experte am CD – Player, das Rabenkind beherrscht seine Tiger-Box hervorragend.

Bis vor dem Urlaub, mit 4.30 Stunden Flug hatte Anna gar keine Kinder App auf dem Handy/ dem Tablet. Für den langen Flug jedoch hat Anna sich zwei Apps (Hipp Kinder App und BaloonPop!) runter geladen, um für den Notfall gewappnet zu sein. Tatsächlich wurden einige Ballons im Flugzeug platzen gelassen, dies war jedoch nur etwa 5 Minuten interessant – aber nötig, da nach vier Stunden die Geduld des kleinen Raben doch etwas nachließ.

 

In der heutigen Zeit ist es ja dank Netflix, Amazon Prime, oder dergleichen kein Problem mehr, sich offline einige Filme /Serien zu speichern. Somit haben wir auch dieses Medium benutzt und Folgen von Conni, sowie Peppa Wutz und Bobo heruntergeladen.

Wir wollten einfach vorbereitet sein, da vor allem im Flugzeug die Laune des Kindes ja nicht nur einen selbst, sondern auch die restlichen Passagiere beeinflusst. So hatten wir immer die Gewissheit, im Notfall gewappnet zu sein. Und auch dieser ist eingetreten und das Rabenkind durfte ein wenig Conni schauen. Sehr konzentriert und mitfiebernd 😀

Auch einige Hörspiele, sowie Musik hatten wir in Petto.

Sowie ein bekanntes und pro Flug je ein neues Tiptoi Buch.


3. Schnitzeljagd

Euer Kind kann schon lesen?

Oder ist alt genug, um Rätsel zu lösen und ihr lest die Aufgaben vor oder versucht es als Piktogramme dar zu stellen?

Einmal quer durchs Auto denken bitte… So eine Schnitzeljagd bedarf natürlich einiger Vorbereitung und muss durchdacht werden. Mit Rätseln und Kniffen kann sich das Kind nun durch das Auto denken und immer wieder neue Aufgaben entdecken, welche es lösen muss um dem „Schatz“ näher zu kommen…

Benutzt einfach kleine Post it’s oder präpariert Briefumschläge. Hier könnt ihr euch natürlich selbst Aufgaben ausdenken, oder Rätsel, welche gelöst werden müssen. Den ersten Zettel / Umschlag gebt ihr euren Kindern in die Hand, die weiteren legt ihr bspw. hinter die Sonnenblende, unter euren Sitz, in die Getränkehalterung und so weiter, immer wenn euer Kind nun eine Aufgabe gelöst hat darf es den nächsten Umschlag mit einer Aufgabe nehmen. Ihr könnt auch anders vorgehen und eine Art Liste, welche euer Kind abarbeiten muss, um den „Schatz“ zu bekommen, erstellen.

Was ihr als Schatz nehmt? Wie wäre es mit einem in Alu – oder Goldfolie gewickelten Schuhkarton, gefüllt mit kleinem Spielzeug, Büchern, Süßigkeiten? Oder ein Geschenk, von dem ihr wisst, euer Kind wird es lieben? Hauptsache, die Belohnung kommt gut an 🙂

Ideen für Aufgaben:

  • 3 Autos sollen dir zurück winken
  • durch einen Tunnel gefahren
  • ein Wohnmobil gesehen
  • 3 Autos mit Nummernschild aus einem anderen Land
  • je ein Auto in weiß, schwarz, rot, blau und silber gesehen
  • lustiger Ortsname gefunden
  • LKW mit bestimmter, häufig vorkommender Werbung (amazon, Edeka, Post, waberers, dachser, etc)
  • Auto mit Fahrradgepäckträger
  • Hund im Auto
  • 3 Baustellenfahrzeuge gesehen
  • eine bestimmte Autobahnabfahrtsnummer
  • etc

 

Ihr möchtet lieber, dass euer Kind ein wenig rätselt? Wie wäre es mit Kinderrätseln, ein Satz – querdenken und man hat die Lösung… Bsp.:

  • Loch an Loch. Und hält doch? (die Kette)
  • Welche Brille trägt man nicht auf der Nase? (die Klobrille)
  • Möcht wohl wissen, wer das ist, der immer mit zwei Löffeln isst? (der Hase)
  • Ich gehe alle Tage aus und bleibe dennoch stets beim Haus? (die Schnecke)

von dieser Art Rätselspruch gibt es noch viele weitere – googelt einfach danach 🙂

 


4. Spiele

Für etwas ältere Kinder:

Nicht nur der Klassiker „ich sehe was, was du nicht siehst“, kann als Spiel, bei welchem man keine Materialien benötigt fungieren. Auch „Autos in einer Farbe zählen“, „Teekesselchen“, „Ich packe meinen Koffer“,  Wortspiele bei welchem man sich eine Kategorie wählt, wie zum Beispiel ‚Tiere‘ und der letzte Buchstabe eines Wortes auch der erste des nächsten Wortes sein muss, Bsp.: AffE – ElefanT -Tiger – RabE – EseL, usw. kennt wahrscheinlich auch jeder. Aber all das sind Spiele, an welche wir uns doch gern zurück erinnern – also warum sie nicht auch unseren Kindern ‚anbieten‘?

Auch „Stadt, Land, Fluss“, „Schiffe versenken“ oder „3-Gewinnt“ sind altbekannte Spiele…

 

Es gibt auch fertige Spielbücher, mit abwischbaren Stiften, Rätselhefte oder Reisespiele entwickelt von diversen Spieleherstellern. Hier machen nicht nur Klassiker wie ‚Mensch ärgere dich nicht‘ einen gute Figur im Miniformat – es gibt wirklich viel Auswahlmöglichkeit – googelt einfach mal danach.


5. Steckspiele

Bei kleineren Kinder sind auch Steckspiele während einer Fahrt besonders beliebt. Hier haben wir schon einige DIY Ideen auf unserem Blog zusammengetragen. Wie wäre es mit einem selbst gemachten Dosensteckspiel, Pfeifenreinigern mit Sieb, oder auch ein OBall? Auch fertige Steckspiele sind natürlich möglich.

Oder wie wäre es mit etwas Baumaterial? Hier eine Anleitung zur DIY – Duplo -To – Go – Box.

 . 


6. Was wir sonst noch gemacht haben

Wir haben das Rabenkind unmittelbar vor der Reise im Duty – Free -Shop am Flughafen ein Spielzeug aussuchen lassen, so hatten wir die Sicherheit, dass er etwas nimmt – was ihn wirklich interessiert. Und, ich habe auch mit nichts anderem gerechnet, er hat sich natürlich für ein Auto entschieden. Mit diesem hat er sich auch sehr lange beschäftigt. Die 3,50€ waren also gut angelegt 🙂

 

Außerdem haben wir (nicht nur weil es im Flieger nichts gab und er sowieso etwas zu Essen brauchte) besondere Lebensmittel angeboten, die es bei uns nicht ganz so oft gibt oder bei welchen wir wussten, dass er sie gern isst. Man darf ins Flugzeug soviele Getränke für Babys und Kleinkinder mitnehmen, wie man benötigt. Wir hatten zwei Trinkpäcken und 4 kleine Wasserflaschen auf welchen erkennbar ‚Babywasser‘ stand dabei. Auch getrocknetes Obst, Kekse, Knusperstangen und Obst hatten wir dabei. Zusätzlich habe ich (sonst eher Anti-Zucker-Mensch für Kleinkinder) Maoam für den Druckausgleich mitgenommen. Da das Rabenkind tagsüber keinen Schnuller mehr benötigt und ich mir dies nicht wieder kaputt machen wollte, ich ihm aber auch kein Kaugummi anbieten wollte – und es hat auch durch die Besonderheit, dass er es sonst nicht bekommt super abgelenkt und durch das feste Kauen den Druck in den Ohren genommen.

Natürlich ist es immer eine gute Idee, das aktuelle Lieblingsspielzeug des Kindes mitzunehmen. In unserem Fall ganz klar: Autos. Das Rabenkind kann sich mit seinen Autos und seiner Tankstelle wirklich super lange allein beschäftigen. Das haben wir genutzt und die heißgeliebten Fahrzeuge mit ins Flugzeug genommen. Zwischenzeitlich hat er, wie hier, vor seinem Sitz gestanden und gespielt.

 

Durch viel gemeinsame Beschäftigung ging die Zeit auch noch schneller vorbei. Wir haben ganz viel vorgelesen, zusammen die DIY Überraschungstüten geöffnet und erforscht, mit Tiptoi gespielt, sind mit Autos über unsere Sitzreihe gefahren, haben Puzzlebücher gemacht, Arzt gespielt und aus dem Fenster geschaut. Wir haben ihm auch erzählt, was wir im Flugzeug alles sehen und versucht, alles zu erklären. Von den Anschnallzeichen, bis hin zu den Flügeln und Düsen, welche wir gesehen haben.

Gut ist es natürlich – wenn möglich – die Schlafenszeiten der Kinder zu nutzen, zum Beispiel nachts los zu fahren, oder den Mittagsschlaf mit einzubeziehen. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, immer mal wieder Spielpausen zu machen und Spielplätze zu besuchen. Auch durch den Zug/das Flugzeug zu laufen und somit ein wenig Bewegungsdrang abzubauen, tut zwischendurch gut. Unsere Jungs lieben es, sich gemeinsam Fotos auf unseren Handys anzuschauen, so konnten wir sie auch ein wenig ablenken. Vielleicht lohnt es sich auch von bevorstehen Eindrücken zu erzählen, oder auf der Rückreise in Erinnerungen zu schwelgen.


Natürlich könnt ihr eure Kinder auch selbst entscheiden lassen, welches Spielzeug unbedingt mit auf die Reise muss, aber ist es nicht viel spannender, überrascht zu werden? Neue Dinge zu entdecken und altbekannte neu kennen zu lernen?

Bevor ihr für die Reise shoppt, fragt euch immer „Wie lange kann (m)ein Kind sich hiermit beschäftigen?“

Hier nochmal zusammengefasst Beschäftigungen, welche nicht viel Platz beanspruchen und man den Kindern anbieten kann:

  • Stickeralben, Malblöcke und Stifte, Schablonen, Washi-Tape,  Zaubertafel, Flechtschnüre für Armbänder, Perlen, zum Auffädeln, Fensteraufkleber, Post-Its, Origami – Papier und Anleitung
  • Bücher (möglichst klein) Logik-Trainer, Rätselblöcke, Holz – Rätsel / Rätselwürfel, Metallknobeleien, Schiffe versenken Blöcke, Soduko
  • Schleichtiere, Duplo- / Playmobilmännchen, Puppe / Barbie, altes Handy, Kochtopf und Holzessen sowie Holzlöffel, kleine Autos
  • Lupe, Magnete, Geomag, Jojo

Wir hoffen, wir konnten euch Inspiration liefern und ihr fühlt euch für die nächste Reise etwas besser vorbereitet. Habt ihr weitere Ideen? Lasst es uns wissen und wir fügen diese für unsere Leser hinzu 🙂

Liebe Grüße

Anna und Janina

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