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Kinderwunsch – Unser langer Weg zum Wunschkind

 

Janina lässt euch an ihrer Kinderwunschzeit teilhaben und wie sich der Lausebengel nach langer Zeit dann doch endlich auf den Weg machte.


So lange ich denken kann, war es immer mein größter Wunsch, ein Kind zu bekommen. Fragte man mich nach meinen Lebenszielen, stand schwanger werden und Mama sein an erster Stelle. Ja, ich wollte tatsächlich nie mehr vom Leben als das. Zum Glück fand ich einen Mann, der sich genau so darauf freute, eine Familie zu gründen wie ich. Wir heirateten und kurz darauf setzte ich die Pille ab. Beide erst Ende 20 und gesund rechneten wir damit, dass es bestimmt schnell klappen würde. Nachdem der erste Übungszyklus erfolglos war, entschied ich, mir Ovulationstests zuzulegen, um den Eisprung genauer zu bestimmen. Dies klappte bei mir sehr gut, ich hatte direkt einen regelmäßigen Zyklus und auch immer einen Eisprung, dennoch folgten jedes mal Ende des Zyklus´ negative Schwangerschaftstests und viele Tränen. Ich muss dazu sagen, dass ich auch nicht zu der Sorte Frau gehöre, die das Thema locker mit „Wenns passiert, passierts!“ angehen können, ich war schon ungeduldig und wollte diesen neuen Lebensabschnitt so bald wie möglich beginnen. Nachdem wir es ein halbes Jahr erfolglos probiert hatten, war ich am Boden zerstört. Es kreisten Gedanken in meinem Kopf, ob ich überhaupt schwanger werden könnte oder, ob uns dieses Glück vielleicht nie vergönnt sein wird. Ich wandte mich mit meiner Sorge an meine Frauenärztin und fühlte mich leider überhaupt nicht ernst genommen. Von „Sie sind doch noch jung!“ bis „Machen Sie sich mal nicht verrückt.“ waren alle Standardsprüche dabei.

Wir feierten Silvester zusammen mit mehreren Pärchen, von denen zwei ihren ersten Nachwuchs erwarteten. Für mich war der Anblick der Babybäuche kaum zu ertragen. Es machte mich so tief traurig und gleichzeitig fühlte ich auch einen starken Neid auf diese so glücklich aussehenden werdenden Mamis. Mein Mann war mir in dieser Zeit eine große Stütze. Für ihn stand es zu keinem Zeitpunkt außer Frage, dass wir ein Kind bekommen würden, auch wenn es seine Zeit dauern würde. Zudem tat es mir sehr gut, mich in Foren wie Mamikreisel auszutauschen und mir Tipps zu holen. So probierte ich z.B. die bekannte Kombination aus Bryophyllum und Ovaria Comb aus, trank Tees und machte weiterhin die Ovulationstests.

Weiteren Monate vergingen und als sich der Beginn unserer aktiven Kinderwunschzeit jährte, machte ich einen Termin bei einer anderen Frauenärztin aus. Diese nahm mich sofort ernst, untersuchte mich und veranlasste eine Blutuntersuchung. Bei dieser stellte sich heraus, dass mein Schilddrüsenwert viel zu hoch war! Was war ich froh, dass endlich etwas gefunden wurde, das meinen Körper daran hinderte schwanger zu werden. Ich bekam Schilddrüsentabletten und durfte einige Wochen nach Beginn der Einnahme endlich einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten. Die Erleichterung und das Glück, welches ich fühlte, war kaum zu beschreiben.

Rückblickend betrachtet ist ein Jahr keine lange Zeit, doch fühlte sich für mich jeder Monat endlos an. Ich weiß, dass es viele Frauen da draußen gibt, die viel, viel länger auf ihr Wunder warten müssen und ich sage euch – ihr habt mein vollstes Mitgefühl. Ich weiß, wie schwer die Enttäuschung jeden Monat aufs neue wiegt und wie Hoffnungen und schon errechnete ET´s zerplatzen wie eine Seifenblase.

Ich bin unglaublich dankbar und froh, dass uns der kleine Lausebengel geschenkt wurde und wünsche allen Kiwu-Frauen, dass ihr dieses Glück auch erleben dürft.

Alles Liebe

Eure Janina

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